Jacke – das Ergebnis

Eigentlich wurde die Jacke bereits vor zwei Wochen fertig, aber jetzt komme ich endlich dazu, Bilder zu posten.

Damit kann man auch endlich die Form gut erkennen: Aus den kürzeren Enden des Rechtecks entstehen Fledermausärmel; insgesamt sitzt die Jacke locker und könnte optional beispielsweise mit einem Knopf geschlossen werden.

Hier sind die vorherigen Schritte, der Schnitt und das Muster zu sehen:

Work in progress – Jacke

Work in progress – Jacke 2

Work in progress – Jacke 3

 

 

Work in progress – Jacke 3

Das Rechteck ist fertig! Hat viel Geduld gefordert, aber das zweite Bündchen ist gestrickt.

So sieht es jetzt aus:

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Die Seiten mit dem blauen Bündchen sind die Längsseiten. Maße: ca. 105x90cm

Als Nächstes muss noch Folgendes gemacht werden, damit es eine Jacke wird:

  1. Das Teil dämpfen und geradeziehen, sodass sich die Ränder weniger einrollen.
  2. Die kurzen Seiten so weit zusammennähen, bis der gewünschte Armausschnitt erreicht ist.
  3. Alle restlichen Fäden vernähen.

Einfache Bommelmütze

Eines der ersten Stücke, das ich letztes Jahr gemacht habe, war eine einfache, enganliegende Mütze im Perlmuster mit (dazugekauftem) Bommel. Hauptsächlich, weil ich die Wolle, die ich schon für einen Schal verwendet hatte, so schön fand.

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* Rundgestrickte Mütze im Perlmuster/Rippenmuster
* Rico Fashion Alpaca Dream, Pinkrot
* Rundnadel Nr. 7

Im Nachhinein betrachtet ist sie etwas klein geworden, selbst für meine Kopfgröße. Ich würde deshalb eher zu zwei Knäuel raten und das Ganze etwas großzügiger abmessen. Für den Bommel habe ich mir einfach einen günstigen Schlüsselanhänger gekauft – den Bommel angenäht und fertig.

Demnächst folgt die Anleitung…

Work in progress – Jacke 2

Weiter geht es mit meinem Projekt Jacke

(ja, ich gebs zu – ich finde den Begriff Seelenwärmer grausam kitschig, es ist und bleibt für mich eine Jacke ;))

Nach dem Schnitt folgt das Muster. Ich wollte eine Art Tweed- oder Hahnentrittmuster, das einfach zu stricken ist.  Nach einigem Suchen und dem Ausschluss eines großen Hahnenentritts (zu viele Fäden auf der Rückseite) fand ich folgende Anleitung für ein “Honeycomb Tweed- Muster”: Theweeklystitch – Honeycomb Tweed

Geeignet für ein großes Projekt, das so nebenbei gemacht werden soll: Zweifarbig und dennoch kein kompliziertes Fadenkreuzen, und nur zwei verschiedene Reihen müssen im Gedächtnis behalten werden.

Eine weitere Minute auf Google bescherte mir das Muster in folgender Version: Ravelry honeycomb tweed vest

Genau meine Vorstellung! Für eine erste größere Fläche erschien mir ein teures Merinogarn zu gewagt. Der Ersatz ist ein Acrylgarn von Paintbox Yarns geworden -erstens soll es ja sowieso nicht auf der Haut liegen, zweitens gibt es mittlerweile wirklich tolle Acrylgarne. Als Farbvariation habe ich mir Marineblau und Champagner bestellt.

Hier ist das Ergebnis der ersten Wochen:

 

Für das Muster muss man Hebemaschen stricken, d.h., anstatt die jeweilige Masche abzustricken hebt man sie einfach ungestrickt auf die rechte Nadel über (je nach Muster mit Faden vor oder hinter der Nadel). Sie werden somit in die nächste Reihe langezogen, manchmal auch über mehrere Reihen, und können dabei ein plastisches Muster oder, bei mehrfarbigen Strickmustern, die entsprechende Musterung ergeben. In diesem Fall hier verwendet man immer nur eine Farbe und wechselt nach zwei Reihen das Knäuel:

Reihe 1 / Farbe 1: 1 Randmasche, *1 M rechts, 1 Hebemasche mit Faden hinten* / von * bis * wiederholen, am Ende 1 RM

Reihe 2 / Farbe 1 (Rückreihe): 1 RM, alle Maschen links stricken, 1 RM

Reihe 3 / Farbe 2: 1 RM, 2 Maschen r, *1 HM, 1 M r* / von * bis * wiederholen, 1 RM

Reihe 4 / Farbe 2: 1 RM, alle Maschen links stricken, 1 RM

Wie ihr sehen könnt, entsteht das Muster ganz einfach durch eine Kombination aus jeweils versetzten Hebemaschen und Farbwechsel.

Das Bündchen habe ich im kleinen Perlmuster in blau gestrickt. Leider knickt es im Übergang zum Tweed-Muster um. Das legt sich aber hoffentlich noch, wenn die Jacke zusamengenäht ist und ich den Übergang gedämpft habe.

Work in progress – Jacke

Weiter geht es mit der Strickjacke.

Hier habe ich bereits angefangen, darüber zu schreiben. Jetzt also nochmals ausführlicher:

Das Schittmuster für meine Jacke ist ein einfaches Rechteck.

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Die genauen Maße können entweder aus einem Schnittmuster übernommen, selbst abgemessen oder an einem Stück Stoff getestet werden. Oft habe ich bisher von “bei ausgestreckten Armen von einem Ellenbogen zum anderen” gelesen. Meine Jacke wird schätzungsweise etwas größer, da ich sie als “Außenjacke” über etwas Langärmeliges haben möchte.

Da die langen Kanten des Rechtecks später die Öffnung der Jacke werden, stricke ich hier beim Anstricken und vor dem Abstricken ein Bündchen. Alternativ kann natürlich das Ganze auch erst zusammengenäht und ganz am Schluss ein Bund angestrickt oder angehäkelt werden.

Nach dem Stricken der 90 cm (oder weniger oder mehr, je nach gewünschter Größe) wird abgestrickt und das Rechteck nach Pfeilrichtung so aufeinandergelegt, dass lange Kante auf langer Kante liegt. Die kurzen Kanten, die somit jede für sich auch aufeinander liegen, werden zusammengenäht, bis die gewünschte Länge der Ärmelöffnung erreicht ist.

Das Prinzip der Jacke ist also ganz einfach: durch die verbleibenden Löcher werden die Arme gesteckt, die Längskanten bilden den Saum rund um die Jacke herum. Aus den kurzen Kanten werden Fledermausärmel.

Gewählt werden kann ein beliebiges Muster. Jedoch sollte man daran denken, dass eine solche Fläche relativ viel Zeit benötigt. Demjenigen, der kleinere Werke gewohnt ist oder nicht sonderlich viel Geduld hat, würde ich eine dickere Nadelstärke empfehlen. Meine Jacke wird in Stärke 7 gestrickt. Gleichzeitig sollte man, vor allem wenn die Jacke groß und füllig werden soll, eventuell auf das Gewicht der Wolle achten.

Den genauen Garnverbrauch werde ich wohl erst am Ende feststellen können. Ich habe 11 Knäuel à 100g bestellt, was aber, denke ich, ziemlich großzügig bemessen war. Die Wolle war aber sehr günstig 😉

Weiter gehts im nächsten Post mit dem Muster und meinen ersten Fortschritten…

 

Kleidsames für Frühling, Herbst und Winter

…hoffentlich jedenfalls wird mein neues Projekt kleidsam – diesmal glücklicherweise nicht noch ein weiterer Schal, sondern eine Jacke.

Jacken dieser Art nennt man auch “Seelenwärmer”. Das Tolle daran ist, dass sie wirklich einfach zu machen sind. Sie bestehen lediglich aus einem Rechteck, das längs zusammengelegt an den Seiten ein Stück weit zusammengenäht wird. Die offenen Längskanten ergeben den offenen, vorderen Rand der Jacke, die partiell zusammengenähten Seitenkanten Fledermausärmel. So entsteht eine weite, offene, bequeme Jacke, die man unterschiedlich groß anfertigen kann – ähnlich einem Bolero.

Ich werde in den nächsten Tagen den Schnitt und das Muster näher erklären und dokumentieren, wie das gute Stück hoffentlich bald erkennbar wird.

Angefangen hat das Ganze so:

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1 Meter Breite mit Nadelstärke Nr. 7. Fehlen nur noch 90 cm 😉