Work in progress – Jacke 2

Weiter geht es mit meinem Projekt Jacke

(ja, ich gebs zu – ich finde den Begriff Seelenwärmer grausam kitschig, es ist und bleibt für mich eine Jacke ;))

Nach dem Schnitt folgt das Muster. Ich wollte eine Art Tweed- oder Hahnentrittmuster, das einfach zu stricken ist.  Nach einigem Suchen und dem Ausschluss eines großen Hahnenentritts (zu viele Fäden auf der Rückseite) fand ich folgende Anleitung für ein “Honeycomb Tweed- Muster”: Theweeklystitch – Honeycomb Tweed

Geeignet für ein großes Projekt, das so nebenbei gemacht werden soll: Zweifarbig und dennoch kein kompliziertes Fadenkreuzen, und nur zwei verschiedene Reihen müssen im Gedächtnis behalten werden.

Eine weitere Minute auf Google bescherte mir das Muster in folgender Version: Ravelry honeycomb tweed vest

Genau meine Vorstellung! Für eine erste größere Fläche erschien mir ein teures Merinogarn zu gewagt. Der Ersatz ist ein Acrylgarn von Paintbox Yarns geworden -erstens soll es ja sowieso nicht auf der Haut liegen, zweitens gibt es mittlerweile wirklich tolle Acrylgarne. Als Farbvariation habe ich mir Marineblau und Champagner bestellt.

Hier ist das Ergebnis der ersten Wochen:

 

Für das Muster muss man Hebemaschen stricken, d.h., anstatt die jeweilige Masche abzustricken hebt man sie einfach ungestrickt auf die rechte Nadel über (je nach Muster mit Faden vor oder hinter der Nadel). Sie werden somit in die nächste Reihe langezogen, manchmal auch über mehrere Reihen, und können dabei ein plastisches Muster oder, bei mehrfarbigen Strickmustern, die entsprechende Musterung ergeben. In diesem Fall hier verwendet man immer nur eine Farbe und wechselt nach zwei Reihen das Knäuel:

Reihe 1 / Farbe 1: 1 Randmasche, *1 M rechts, 1 Hebemasche mit Faden hinten* / von * bis * wiederholen, am Ende 1 RM

Reihe 2 / Farbe 1 (Rückreihe): 1 RM, alle Maschen links stricken, 1 RM

Reihe 3 / Farbe 2: 1 RM, 2 Maschen r, *1 HM, 1 M r* / von * bis * wiederholen, 1 RM

Reihe 4 / Farbe 2: 1 RM, alle Maschen links stricken, 1 RM

Wie ihr sehen könnt, entsteht das Muster ganz einfach durch eine Kombination aus jeweils versetzten Hebemaschen und Farbwechsel.

Das Bündchen habe ich im kleinen Perlmuster in blau gestrickt. Leider knickt es im Übergang zum Tweed-Muster um. Das legt sich aber hoffentlich noch, wenn die Jacke zusamengenäht ist und ich den Übergang gedämpft habe.

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Work in progress – Jacke

Weiter geht es mit der Strickjacke.

Hier habe ich bereits angefangen, darüber zu schreiben. Jetzt also nochmals ausführlicher:

Das Schittmuster für meine Jacke ist ein einfaches Rechteck.

schnitt-seelenwarmer

Die genauen Maße können entweder aus einem Schnittmuster übernommen, selbst abgemessen oder an einem Stück Stoff getestet werden. Oft habe ich bisher von “bei ausgestreckten Armen von einem Ellenbogen zum anderen” gelesen. Meine Jacke wird schätzungsweise etwas größer, da ich sie als “Außenjacke” über etwas Langärmeliges haben möchte.

Da die langen Kanten des Rechtecks später die Öffnung der Jacke werden, stricke ich hier beim Anstricken und vor dem Abstricken ein Bündchen. Alternativ kann natürlich das Ganze auch erst zusammengenäht und ganz am Schluss ein Bund angestrickt oder angehäkelt werden.

Nach dem Stricken der 90 cm (oder weniger oder mehr, je nach gewünschter Größe) wird abgestrickt und das Rechteck nach Pfeilrichtung so aufeinandergelegt, dass lange Kante auf langer Kante liegt. Die kurzen Kanten, die somit jede für sich auch aufeinander liegen, werden zusammengenäht, bis die gewünschte Länge der Ärmelöffnung erreicht ist.

Das Prinzip der Jacke ist also ganz einfach: durch die verbleibenden Löcher werden die Arme gesteckt, die Längskanten bilden den Saum rund um die Jacke herum. Aus den kurzen Kanten werden Fledermausärmel.

Gewählt werden kann ein beliebiges Muster. Jedoch sollte man daran denken, dass eine solche Fläche relativ viel Zeit benötigt. Demjenigen, der kleinere Werke gewohnt ist oder nicht sonderlich viel Geduld hat, würde ich eine dickere Nadelstärke empfehlen. Meine Jacke wird in Stärke 7 gestrickt. Gleichzeitig sollte man, vor allem wenn die Jacke groß und füllig werden soll, eventuell auf das Gewicht der Wolle achten.

Den genauen Garnverbrauch werde ich wohl erst am Ende feststellen können. Ich habe 11 Knäuel à 100g bestellt, was aber, denke ich, ziemlich großzügig bemessen war. Die Wolle war aber sehr günstig 😉

Weiter gehts im nächsten Post mit dem Muster und meinen ersten Fortschritten…

 

Kleidsames für Frühling, Herbst und Winter

…hoffentlich jedenfalls wird mein neues Projekt kleidsam – diesmal glücklicherweise nicht noch ein weiterer Schal, sondern eine Jacke.

Jacken dieser Art nennt man auch “Seelenwärmer”. Das Tolle daran ist, dass sie wirklich einfach zu machen sind. Sie bestehen lediglich aus einem Rechteck, das längs zusammengelegt an den Seiten ein Stück weit zusammengenäht wird. Die offenen Längskanten ergeben den offenen, vorderen Rand der Jacke, die partiell zusammengenähten Seitenkanten Fledermausärmel. So entsteht eine weite, offene, bequeme Jacke, die man unterschiedlich groß anfertigen kann – ähnlich einem Bolero.

Ich werde in den nächsten Tagen den Schnitt und das Muster näher erklären und dokumentieren, wie das gute Stück hoffentlich bald erkennbar wird.

Angefangen hat das Ganze so:

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1 Meter Breite mit Nadelstärke Nr. 7. Fehlen nur noch 90 cm 😉

Loop für den Frühling

Ein Stück, das ich aktuell sehr oft und gerne trage: Ein locker sitzender Loop in pastellgelb aus wirklich weicher Wolle – wenn schon das Baby auf der Wollverpackung glücklich ist, was gibt es dann Besseres für den eigenen Kleiderschrank?

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* Loop-Schal im großen Perlmuster mit Patentrand
* Schachenmeyr Baby Smiles Bravo Baby
* Nadeln Nr. 3,5

Gestrickt wurde der Schal im großen Perlmuster, d.h. jeweils eine linke und eine rechte Masche abwechselnd stricken, in der Rückreihe beibehalten. Erst in der dritten Reihe werden die Maschen versetzt (rechte in linke und linke in rechte Maschen stricken). Der Patentrand ist zu meinem absoluten Lieblingsrand für Schals geworden. Es gibt eine saubere, leicht erhöhte, abgerundete Kante. Da ich sowieso etwas pingelig mit Randmaschen bin – keine will mir so wirklich gefallen – ist er ideal für meine Schalkanten. Nächste Woche folgt eine Anleitung zum Patenrand…

 

Riesiger Patent-Schal

Nachdem ich immer wieder am Wolleladen meiner Stadt vorbeigelaufen bin und dort so ein ähnliches Exemplar im Schaufenster als Modell zu sehen war, musste ich mir auch so einen zulegen. Da ich klein bin und bei der Dicke der Wolle einmal um den Hals wickeln völlig ausreicht, musste er auch nicht extrem lang werden.

Voilà, ein Riesenschal:

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* Schal im Vollpatent mit Patentrand und Fransen
* Rico Essentials Super Super Chunky, 4 verschiedenfarbige Knäuel à 100gr.
* Nadeln Nr. 8

Leider fusselt Dochtgarn immer etwas, dafür hält er warm und ist durch das Muster mehr als flauschig.

Ein wohl bekanntes Tuch…

Auch ich bin im Internet schnell auf das “einfachste Tuch der Welt” bei Dawanda gestoßen und habe es als Geburtstagsgeschenk für eine Freundin gestrickt. Mein allererstes Dreieckstuch überhaupt.

Das Muster ist wirklich denkbar einfach, denn das ganze Tuch wird komplett in kraus rechts gestrickt. Da man an einer Seite mit dem Stricken beginnt, ist auch das Zunehmen einfach zu bewerkstelligen – ein schönes Werk, für das man definitiv keinen Rapport und auch nicht allzu viel Aufmerksamkeit benötigt. Unten findet ihr den Link zur Anleitung!

img-20170205-wa0001img-20170205-wa0002* Dreieckstuch aus kraus rechten Reihen
* Rico Essentials Super Kid Mohair, 25gr/200m
* Rundstricknadel Nr. 5

* Hier gehts zur Anleitung: https://de.dawanda.com/do-it-yourself/stricken/das-einfachste-dreieckstuch-der-welt-stricken

Ich finde ja, dass durch das schräge Stricken das Tuch nicht hundertprozentig symmetrisch wird. Da man das Mohair-Garn allerdings sowieso noch anfeuchten und dehnen sollte, damit auch das Muster schön rauskommt, kann man noch Einiges ausgleichen. Am Hals ist es dann so oder so hübsch. In der Anleitung wird das Garn doppelt genommen  – bei meiner Nadelstärke fand ich den einfachen Faden jedoch ausreichend, vor allem, wenn es auch noch im Frühling tragbar sein soll.

Loops…

…oder ein Wiedersehen mit den Stricknadeln

Nach einer langen, langen Pause habe ich vor Kurzem wieder mit Stricken begonnen. Was so Neues dabei entsteht werde ich hier immer wieder teilen.

Als Wiedereinstieg habe ich mir etwas ausgesucht, was relativ einfach und wenig zeitintensiv zu bewerkstelligen ist – damit es auch tragbar wird und weil ich sowieso nur abends vor dem Fernseher dazu komme und dann meistens keine Lust habe, auf eine komplizierte Strickschrift zu schauen.

Was wäre dafür also idealer als Loop-Schals?

Die erste Probe war ein ganz einfacher, großer, fluffiger Schalkragen im Halbpatent mit Patentrand.

Da mir das Muster sehr gut gefallen hat, habe ich damit zwei Loops als Weihnachtsgeschenke gestrickt, die sich je einmal überkreuzen lassen:

  • Loopschal im Halbpatent, Patentrand
  • Rico Essentials Super Super Chunky, Nadeln Nr. 8

 

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  • Loopschal im Halbpatent mit Patentrand
  • Rico Fashion Alpaca Dream graubraun/creme; Nadeln Nr. 8

 

Zu guter Letzt habe ich einen weiteren Schalkragen gestrickt, dieses Mal auf einer Rundstricknadel in einem einfachen Rippenmuster:

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  • Schalkragen, rundgestrickt im Rippenmuster (1re, 1li)
  • Rico Fashion Alpaca Dream pfau/petrol, Nadel Nr. 7